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Halbloch-Leiterplattensensor
Verzinntes Halbloch

Eine halbplattierte Durchkontaktierung, auch bekannt als gezackte Durchkontaktierung, ist eine Struktur an den Kanten einer Leiterplatte, die gezackten Kanten ähnelt. Sie entsteht, indem zunächst standardmäßige Durchkontaktierungen hergestellt und anschließend mit einem scharfen Fräswerkzeug ein Teil der Durchkontaktierung entfernt wird, sodass die andere Hälfte erhalten bleibt.
Diese Konstruktion ist eine effiziente und komfortable Methode zur lateralen Verbindung, die häufig in Signalschaltungen und insbesondere für Platinenverbindungen eingesetzt wird. Durchkontaktierte Halblöcher können direkt an die Ränder der Hauptplatine gelötet werden, wodurch Steckverbinder und Platz gespart werden. So lassen sich beispielsweise Bluetooth- oder WLAN-Module mit durchkontaktierten Halblöchern als Einzelkomponenten einfach auf eine Hauptplatine löten und erfüllen spezifische Anforderungen ohne zusätzliche Verdrahtung. Das Ergebnis ist eine saubere und unkomplizierte Montage.
Obwohl durchkontaktierte Leiterplatten das Löten zwischen Leiterplatten erleichtern, gelten sie in der Leiterplattenindustrie als Spezialtechnologie und sind mit höheren Kosten verbunden. Zudem ist der Produktionszyklus für diese Leiterplatten vergleichsweise länger.
Merkmale von Sensor-Halbloch-Leiterplatten
1. Kompaktes Design:
Halbloch-Leiterplatten für Sensoren sind kompakt konstruiert und ermöglichen so eine effiziente Raumnutzung in kleinen Sensormodulen. Diese Kompaktheit ist entscheidend für die Integration von Sensoren in beengte Bereiche innerhalb von Geräten.
2. Effiziente Konnektivität:
Die Halbloch-Konstruktion ermöglicht zuverlässige Verbindungen zwischen den Platinen, was für Sensoren, die mit anderen elektronischen Bauteilen oder Platinen interagieren müssen, unerlässlich ist. Diese Konstruktion reduziert den Bedarf an zusätzlichen Steckverbindern und trägt zur Vereinfachung des Montageprozesses bei.
3. Verbesserte Signalintegrität:
Halblöcher tragen zur Aufrechterhaltung der Signalintegrität bei, indem sie die Distanz zwischen den Signalwegen minimieren und Interferenzen reduzieren. Dies ist besonders wichtig für Sensoren, die für ihre Funktion auf eine präzise Datenübertragung angewiesen sind.
4. Kosteneffiziente Fertigung:
Durch die Verwendung von Halbbohrungen können Hersteller häufig die Kosten für Steckverbinder und Montage reduzieren. Dies liegt an der Möglichkeit des direkten Lötens von Halbbohrungen, was den Herstellungsprozess vereinfacht.
5. Optimierung des Platzbedarfs:
Die Verwendung von Halblöchern ermöglicht eine bessere Platzausnutzung auf der Leiterplatte. Dies ist vorteilhaft bei Sensoranwendungen, bei denen der Platz begrenzt ist und ein effizientes Layout entscheidend für Funktionalität und Leistung ist.
6. Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten:
Sensor-Halbloch-Leiterplatten sind vielseitig einsetzbar und eignen sich für verschiedene Sensortypen, darunter Umweltsensoren, Bewegungssensoren und Bildsensoren. Ihr Design ermöglicht die Anpassung an unterschiedliche Sensorgrößen und Montageanforderungen.
7. Verbesserte Zuverlässigkeit:
Halbloch-Leiterplatten erhöhen die Zuverlässigkeit von Sensoren durch eine robuste Verbindungsmethode. Dies reduziert das Risiko mechanischer Ausfälle und verbessert die Lebensdauer der Sensorbaugruppen.
Fertigungsgerechtes Design von Halbloch-Leiterplatten
Mindestgröße des halben Lochs
Die minimale Fertigungsgröße für Halbbohrungen beträgt 0,5 mm, vorausgesetzt, die Bohrung ist mittig am Rand der Leiterplatte positioniert. Dies bedeutet, dass innerhalb der Leiterplatte eine 0,25 mm breite Kupferfläche vorhanden sein muss, um die Integrität der Bohrung zu gewährleisten. Fehlt diese zentrale Kupferfläche, kann sich das Kupfer an den Bohrungswänden während des Produktionsprozesses ablösen, was zu unbeschichteten Bohrungen und damit zur Unbrauchbarkeit des Endprodukts führt.
Halblochabstand
Bei Leiterplatten mit Halblochbohrungen beträgt der minimale fertige Lochdurchmesser 0,5 mm. Im Fertigungsprozess muss der Lochdurchmesser kompensiert werden. Nach der Kompensation muss der Abstand zwischen den Halblöchern mindestens 0,35 mm betragen. Daher sollte der geplante Abstand zwischen den Halblöchern ≥ 0,45 mm betragen. Die zugehörigen Lötpads für die Halblöcher müssen ebenfalls kompensiert werden, um einen Abstand von ≥ 0,25 mm zu gewährleisten. Zusätzlich muss eine Lötstopplackbrücke zwischen den Lötstopplacköffnungen und den Lötpads der Halblöcher vorhanden sein.
Halbloch-Panelisierung
Beim Panelisieren von Leiterplatten mit Halblochbohrungen ist es unerlässlich, einen ausreichenden Abstand um die Halblöcher herum zu lassen, um das Fräsen und die Leiterbahnführung zu erleichtern. Dieses Detail wird in der Designphase oft übersehen, da nur wenige Layout-Ingenieure Leiterplattenfabriken besucht haben, um die Herstellung von Halblöchern kennenzulernen. Daher werden Produkte mit Halblochbohrungen manchmal ohne ausreichenden Abstand und mit Standard-V-Cut-Verfahren panelisiert. Dies kann dazu führen, dass das Kupfer der Halblöcher durch die V-Cut-Fräse abgerissen wird, wodurch unbeschichtete Löcher entstehen und das Produkt unbrauchbar wird.
Spezifikationen für das Design von Halbloch-Leiterplatten
A. Abstand von der Kante des Halblochpads zur Platinenkante: ≥1 mm
B. Halblochdurchmesser: ≥0,6 mm
C. Abstand zwischen den Halblöchern: ≥0,6 mm
D. Einseitiger Lötring für Halbloch: ≥0,25 mm (Minimum 0,18 mm)
Spezifikationen für die Panelisierung von Halbloch-Leiterplatten
Leiterplattengröße: Die Länge und Breite der Halbloch-Leiterplatte sollte >10 mm betragen (dies gilt auch für Panel-Leiterplatten). Wie Standard-Leiterplatten können auch Halbloch-Leiterplatten mittels V-Cut- und Tab-Routing-Verfahren panelisiert werden.
Kantenbearbeitung: Die Kanten der Halbloch-Leiterplatte können nicht mit V-CUT geformt werden, da V-CUT das Kupfer abziehen kann.
Wie man Halbloch-Leiterplatten entwirft
Öffnen Sie die Leiterplatten-Designsoftware: Starten Sie Ihre Leiterplatten-Designsoftware und erstellen Sie ein neues Leiterplattenprojekt.
Halblochpositionen auswählen: Im Layout-Editor wählen Sie die Positionen aus, an denen Sie Halblöcher hinzufügen möchten.
Vias hinzufügen: Wählen Sie im Layout-Editor die Option „Via hinzufügen“ oder eine ähnliche Funktion aus.
Via-Parameter festlegen: Durchmesser und Position der Durchkontaktierung konfigurieren. Sicherstellen, dass die Durchkontaktierung als Halbbohrung konfiguriert ist, d. h. sie ist nur einseitig mit Kupfer beschichtet.
Position und Größe anpassen: Passen Sie Position und Größe der Durchkontaktierung nach Bedarf an, um Ihre Designanforderungen zu erfüllen.

Produkte mit Halbloch-Leiterplatten
Bluetooth-Module: Werden häufig in verschiedenen drahtlosen Kommunikationsgeräten zur Verbindung von Geräten eingesetzt.
Wi-Fi-Module: Sie sind in Unterhaltungselektronik wie Laptops und Routern zu finden und ermöglichen drahtlose Internetverbindungen.
Wearable Devices: Zum Beispiel Smartwatches und Fitness-Tracker, bei denen platzsparende und effiziente Board-to-Board-Verbindungen von entscheidender Bedeutung sind.
RFID-Tags: Werden in Tracking- und Identifikationssystemen eingesetzt und profitieren von kompakten und effizienten Leiterplattendesigns.
Kleine IoT-Geräte: Geräte wie intelligente Sensoren und kompakte Gateways, die miniaturisierte und effektive Verbindungen erfordern.
Kameramodule: Werden in Mobiltelefonen und anderen bildgebenden Geräten eingesetzt, wo Platzmangel und die Verbindungsmöglichkeiten auf der Platine entscheidend sind.
Automobilsensoren: Kompakte Sensoren, die in Automobilanwendungen für Überwachungs- und Steuerungssysteme eingesetzt werden.

Halbloch-Leiterplatte
Halbloch-Leiterplatten zeichnen sich durch Reihen von Bohrungen entlang des Leiterplattenrandes aus. Beim Verkupfern dieser Bohrungen werden die Ränder beschnitten, wodurch ein halbplattiertes Erscheinungsbild entlang der Kante entsteht. Diese Konstruktion verleiht dem Leiterplattenrand das Aussehen einer verkupferten Oberfläche.
Bei Modul-Leiterplatten werden häufig Halbdurchführungen integriert, um das Löten zu erleichtern. Aufgrund der geringen Größe und der vielfältigen funktionalen Anforderungen der Module werden die Halbdurchführungen üblicherweise am äußersten Rand der Leiterplatte platziert. Beim Fräsen wird die Hälfte des Randes entfernt, sodass nur die halb durchkontaktierten Löcher auf der Leiterplatte sichtbar bleiben.
Dieser Designansatz erleichtert das Löten und entspricht den Anforderungen kompakter, multifunktionaler Module.
Herausforderungen bei der Herstellung von Halbloch-Leiterplatten
Bei der Bearbeitung von Halbbohrungen können Kupfergrate in den metallisierten Bohrungen zu Problemen wie schwachen Lötstellen, kalten Lötstellen und Kurzschlüssen zwischen den Pins führen, insbesondere in Reihen von Halbbohrungen mit sehr geringem Abstand, wo Kurzschlüsse besonders häufig auftreten. Beim Fräsen sind Probleme wie Kupferreste an den Bohrungswänden und verbleibende Grate häufig, typischerweise bedingt durch zu geringe Fräsgeschwindigkeit, unzureichende Haftung zwischen Kupfer und Bohrungswänden sowie zu große Kupferdicke, die zu unvollständigem Schneiden führt.
Bei metallisierten Halbbohrungen können zudem Abweichungen in der Leiterplattenausdehnung, der Bohrgenauigkeit und der Formgenauigkeit zu erheblichen Größenabweichungen zwischen den Halbbohrungen auf beiden Seiten desselben Bauteils führen. Diese Abweichung stellt Kunden beim Löten und der Montage vor erhebliche Herausforderungen.
Gründe für die gestiegenen Kosten von Halbloch-Leiterplatten
Halbbohrungen erfordern einen speziellen Herstellungsprozess. Um sicherzustellen, dass sich Kupfer in den Bohrungen befindet, müssen die Ränder während des Prozesses teilweise gefräst werden. Zudem sind Halbbohrungs-Leiterplatten in der Regel sehr klein, was die Kosten zusätzlich erhöht. Daher haben Sonderanfertigungen einen Sonderpreis.




